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Die Zeiten einer vollkommenen Markttransparenz sind vorüber. Die Märkte befinden sich derzeit im Wandel, das heißt, sie werden immer komplexer und für den Einzelnen unüberschaubar. Die Revolution in der Informationstechnik treibt die Globalisierung voran.

Politische Restriktionen, Umweltschutzauflagen, technische Innovationen, Mobilität der Produktionsfaktoren Kapital und Arbeit, Total Quality Management, sind nur einige Schlagworte, mit denen sich ein erfolgreicher Unternehmer tagtäglich auseinandersetzen muß.

Erfolgreiches Unternehmertum erfordert deshalb verstärkte Investitionen in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Produktion, Qualitätssicherung, Verwaltung und Vertrieb. Somit steigt der Kapitalbedarf des Unternehmens stetig an und schränkt bei unzureichender Ausschöpfung notwendiger Finanzierungsmöglichkeiten die Entscheidungsfreiheit des Unternehmers ein

Um in dieser Situation weiterhin erfolgreich zu agieren - und nicht nur zu reagieren - bedarf es einer strategischen Ausrichtung, besonders im Finanzbereich.

Besonders der Änderung des Bankenaufsichtsrechts – Basel II – muss hier Rechnung getragen werden.
Vereinfacht dargestellt regelt BASEL II neuartig und wesentlich differenzierter, wie das Kreditrisiko und damit die Eigenkapitalunterlegung für jeden Kredit bzw. jede Kreditgruppe festgelegt werden.

BASEL II sieht vor, das Kreditrisiko aus Ratings abzuleiten; hierbei setzt man sich insbesondere mit den
1. Finanziellen Risiken
(insbesondere Kapitalstruktur, Ertragskraft, finanzielle Abhängigkeiten)
2. Geschäftsrisiken
(u. a. Branchenposition, Qualität der Einkünfte, Grad der Fremdfinanzierung)
3. Managementqualitäten
auseinander.
Die Kreditwirtschaft reagiert – unabhängig von BASEL II – mit erhöhten Prüfungsstandards bzw. größerer Zurückhaltung bei Kreditvergaben/-prolongationen.

In jedem Fall sollte seitens des Unternehmers über bonitätsrisiko- und zugleich ratingsverbessernde Maßnahmen nachgedacht werden, wobei z. B. Leasing anstelle fremdfinanzierte Anlagenkäufe,

Forderungs-Forfaitierungs-/Factoring, Eigenkapitalerhöhung oder Gesellschafterdarlehen anstelle privater Bürgschaften/Sicherheiten oder „Einzweckgesellschaften“ für bilanzbelastende unternehmerische Akivitäten – allesamt moderne und intelligente
Finanzierungsformen – darstellen.